Kurzprofil

Stefanie Mauksch ist wissenschafliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie. Sie unterrichtet verschiedene Themen aus der Palette der ethnologischen Lehre, wie Methoden, Theorie, Ethnologie des Körpers, Gender und Feminismus oder Wirtschaftsethnologie. In ihren Forschungsprojekten befasst sie sich mit Entrepreneurship als Modell für ökonomische Emanzipation in Ländern, die als arm gelten, insbesondere Nepal und dem Sudan. Sie publiziert in ethnologischen Fachzeitschriften und Zeitschriften im Bereich Organisationsforschung.

Berufliche Laufbahn

  • seit 11/2011
    wissenschaftliche MitarbeiterinInstitut für Ethnologie, Universität Leipzig
  • 07/2009 - 10/2011
    Research AssistantPhD in Management Studies, EBS Universität, Wiesbaden (Deutschland)

Ausbildung

  • 09/2001 - 08/2008
    Studium Ethnologie und Kommunikations- und Medienwissenschaften (Magister), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Stefanie Mauksch beschäftigt sich in ihrer Forschung mit ökonomischen Emanzipationsprojekten. Sie kombiniert ethnographische Methoden, Theorien der Entwicklungsethnologie und kritischen Organisationsforschung, um soziale Praktiken im Bereich „Social Entrepreneurship“ zu untersuchen. Unter diesem Label bewerben und fördern Akteure auf verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Ebenen die Kombination sozialer Zielsetzungen mit wirtschaftlichen Herangehensweisen. Dabei macht sie sich vor allem die Legitimationstrategien, Ästhetisierungen und spirituellen Praktiken zum Thema, durch die Social Entrepreneurship zu einer transnationalen Bewegung entwickelt wird. In ihrem neuen Projekt geht es um die Effekte dieser Projekte: Wie gestaltet sich die Implementierung im Kontext marginalisierter Menschen in Nepal und im Sudan?

  • Mauksch, S.
    (It) is exactly what is was in me’ - The Performativity of Social Entrepreneurship
    In: Dey, P.; Steyart, C. (Hrsg.)
    Social Entrepreneurship - An Affirmative Critique. Cheltenham: Edward Elgar. 2018. S. 137-158
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  • Mauksch, S.; Rowe, M.; Teasdale, S. (Hrsg.)
    Ethnographies of Social Enterprise
    Journal of Social Enterprise. 2017. 13 (2)
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  • Mauksch, S.
    Managing the dance of enchantment: An ethnography of social entrepreneurship events
    Organization. 2017. 24 (2). S. 133-153
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  • Mauksch, S.
    Envisioning Theory: An Anthropological Teaching Experiment, Part One
    2018
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weitere Publikationen

  • Publikationspreis: Best Paper in the Critical Perspectives Stream
    Mauksch, Stefanie (Ethnologie)
    verliehen in 2012 durch International Social Innovation Research Conference.
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  • Publikationspreis: Best Developmental Paper Award, Entrepreneurship Stream
    Mauksch, Stefanie (Ethnologie)
    verliehen in 2012 durch British Academy of Management.
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weitere Preise, Ehrungen und Auszeichnungen

Ethnologische Theorie und Methoden; Themenbereiche Körper, Gender, Disability, Neoliberalismus

  • Einführung in die Ethnologie

    Dieses Modul führt Studierende in die Grundlagen der Ethnologie ein und bietet Training in wichtigen wissenschaftlichen Arbeitstechniken.

    Die Vorlesung beschäftigt sich mit Theorien der sozialen Praxis, Forschungsmethoden und bietet einen Ausblick auf aktuelle Strömungen im Fach. In der Übung diskutieren Studierende vorlesungsbegleitend ethnologische Texte, trainieren wissenschaftliches Lesen, lernen den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und erweitern ihre englischen Lesekenntnisse.

  • Methoden der Ethnologie

    In diesem Modul erlernen wir ethnologisches Arbeiten, indem wir es einfach tun. Lektüre und Präsentationselemente im ersten Teil des Semesters helfen, sich mit zentralen Fragen auseinanderzusetzen: Was ist Ethnografie? Wie erreicht sie Erkenntnisse? Wie betrachten Ethnograf_innen die Wirklichkeit? Wir diskutieren vielseitig rund um die „Methode“ der Ethnografie und trainieren, wie frau/man sie –an selbst gewählten Themen –praktisch umsetzt.

  • Systematische Ethnologie: Körper, Verwandschaft, Geschlecht

    Dieses Modul ist eine Einführung in die Entwicklungsgeschichte körper-, geschlechts- und verwandtschaftstheoretischer Ansätze in der Ethnologie. Im Kern geht es um die Auffassung, gesellschaftliche Wirklichkeiten – wie z.B. Person, Geschlecht oder Verwandtschaft – vom Körper aus und mit dem Körper zu denken, statt den Körper als gegebene Tatsache auf seine biologischen und vorsozialen Funktionen zu reduzieren.

  • Aktuelle Themen der Ethnologie: Wall Street, Fairtrade und Spirituelle Berater – Ethnologie zwischen Marktliberalismus und beruflichem Alltag

    Ein zentraler Beitrag der Ethnologie ist es, die komplexen Beziehungen zwischen Theorie und Praxis in Augenschein zu nehmen. Ethnolog_innen problematisieren Modelle des Marktliberalismus mit Blick auf ihre Passungenauigkeiten, ihre performativen Effekte und ihren moralisch-ethischen Impetus. Studierende beschäftigen sich mit Märkten und dem Finanzkapitalismus, mit kritischer Management-Forschung und ethnologischen Perspektiven auf moderne Ökonomie.

  • Kommodifizierung

    In diesem Modul ging es um Kommodifierung als Prozess des Zur-Ware-Machens von zahlreichen Aspekten und Elementen unseres Lebens, wie unserem Körper (oder dessen Teilen, Flüssigkeiten oder Zellen), unserer Arbeit oder auch Substanzen wie Kohlenstoffdioxid oder Grundwasser.

  • Debatten der Ethnologie

    Das (englischsprachige) Modul erschließt mittels Lektüre einige klassische Debatten, wie Natur/Kultur, Agency/Struktur oder Globalisierung und beteiligt sich an der Diskussion rund um aktuell "heiße" Themen der Ethnologie, z.B. Materialität oder Körper/Rasse.

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