HeimatWeltBühne. Amateurtheater in peripheren Räumen Ostdeutschlands

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zeitraum: 01.12.2019-30.11.2022

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg , wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: wird ergänzt

Inhalt:
wird ergänzt

Sommerakademie Gender Studies 1989-2019. Bilanzen und Perspektiven im transnationalen und transdisziplinären Vergleich

Gefördert von der VolkswagenStiftung

Zeitraum: 14.07.-20.07.2019

Leitung: Dr. Janine Schulze-Fellmann (wiss. Mitarbeiterin) und JProf. Dr. Anna Artwinska (Direktorin Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung (FraGes ) / Institut für Slawistik)

Inhalt:
Die Sommerakademie ist eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Frauen- und Geschlechterforschung der UL, dem Institut für Slawistik und dem Institut für Theaterwissenschaft. Über 40 Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem In- und Ausland setzten sich mit den Entwicklungen vom Feminismus sowie Gender-, Masculinity- und Queer-Studies auseinander. In unterschiedlichsten Formaten – vom Vortrag über Ausstellung bis zur Performance – wurden die Erfahrungen der Nachwendezeit theoretisch und praktisch beleuchtet. Hierfür wurden wissenschaftliche und künstlerische Expert*innen aus Polen, Tschechien, Russland, Ukraine, Österreich, Stellenbosch/Südafrika und Deutschland gewonnen. Darüber hinaus öffnete sich die Sommerakademie auch für die Bürger*innen der Stadt Leipzig und leistete somit einen direkten Transfer der Ideen in die Gesellschaft.  Weitere inhaltliche und räumliche Unterstützung erhielt die Sommerakademie durch die Stadt Leipzig, das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) e.V., das Polnische Institut sowie die Kinobar Prager Frühling. Die Sommerakademie knüpfte an die bereits vorhandenen internationalen Kontakte und Partnerschaften der Universität Leipzig (Prag, Breslau, Graz und Stellenbosch) an und führt diese thematisch zusammen.

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JProf. Dr. Anna Artwinska und Dr. Janine Schulze-Fellmann.
JProf. Dr. Anna Artwinska und Dr. Janine Schulze-Fellmann. Foto: Dr. Janine Schulze-Fellmann

Ästhetik der Fotografie des modernen Tanzes. Analyse von Bewegung in Tanz, Theater und Performance. Interferenzen von künstlerischen und wissenschaftlichen Verfahren des Tanzes und des Theaters

Heisenberg – Stelle, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Zeitraum: 01.04.2018-24.04.2020

Leitung: Dr. Isa Wortelkamp

Inhalt:
Die Tanz- und Theaterwissenschaftlerin Isa Wortelkamp forscht im Rahmen des Heisenberg-Programms der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) am Institut für Theaterwissenschaft in Leipzig zur historischen Tanzfotografie.

Das Projekt widmet sich dem Wechselverhältnis von Bild und Bewegung in der Tanzfotografie der Moderne, das als ein wesentliches Merkmal ihrer Ästhetik gelten kann. Die Faszination für die Darstellung von Bewegung, wie sie sich in der Tanzreform und im Körperkult am Ende des 19. Jahrhunderts zu entfalten beginnt, geht einher mit dem künstlerischen Interesse, diese Bewegtheit neben der bildenden Kunst, der Malerei und der Literatur auch in der Fotografie zum Ausdruck zu bringen. Dabei kommt es zu einer Transformation der transitorischen und ephemeren Qualität des Tanzes in das materielle und fixierende Medium der Fotografie. An die Entwicklungen der Momentfotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts anschließend, beginnt sich die Tanzfotografie um 1900 als eigenes Genre zu etablieren, das durch ein komplexes Zusammenspiel choreografischer und fotografischer Prinzipien und der Idee einer wechselseitigen Übertragung von Bild und Bewegung geprägt ist.

Ziel der Forschungsarbeit ist es, ausgehend von umfassenden Materialstudien wie unter anderem im Bestand des Tanzarchivs in Leipzig zu finden, Eigenheiten einer Ästhetik der modernen Tanzfotografie herauszuarbeiten und in eine Theorie zu überführen, die das spannungsreiche Verhältnis von Bild und Bewegung zu beschreiben und zu explizieren vermag.

Publikationen zum Projekt:
wird ergänzt

Internetseite:
wird ergänzt, falls vorhanden

Bildmaterial:
wird ergänzt

Fremde spielen. Amateurtheater als Medium informeller und non-formaler transkultureller Bildung

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zeitraum: 01.12.2016-30.11.2019

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Andrea Hensel, Stephan Schnell, ehemalige Mitarbeiterinnen/Vertretung: Helena Wölfl, Caroline Krämer

Inhalt:
Das Forschungsprojekt fokussiert das Amateurtheater als Medium non-formaler und informeller breitenkultureller Bildung. Es stellt die grundsätzliche Frage, wie Amateurtheater in Zeiten von Globalisierung, konstanter Migration, kultureller Hybridisierung und fundamentalistischen Gegenbewegungen gegen (das) Fremde als eine Ressource transkultureller Bildungsarbeit fungieren kann. In enger Kooperation mit dem Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT) werden hierin historische Forschungen zum deutschsprachigen Amateurtheater mit zeitgenössischer Modellbildung in der Theaterpraxis der Gegenwart verbunden. Transkulturelle Bildung durch Amateurtheater, so die Hyposthese des Projektes, bringt durch die Wiederholung von Geschichte(n) die historisch tradierten Orientierungsmuster und kulturellen Praktiken ins Spiel und öffnet im „Fremde Spielen“ das Eigene auf das Fremde hin.

Publikationen zum Projekt:
wird ergänzt

Internetseite:
wird ergänzt

Bildmaterial:
wird ergänzt

Ritualdesign für die Ballettbühne: Konstruktionen von Volkskultur im europäischen Theatertanz (1650-1760)

Emmy Noether-Nachwuchsgruppe
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Zeitraum: 01.04.2014-31.03.2020

Leitung: Dr. Hanna Walsdorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin: Berenike Heiter, ehemalige Mitarbeiter/innen: Kathrin Stocker, Jelena Rothermel, Petra Dotlačilová, Christoph Koop, Katrin Schlechte

Inhalt:
Das Projekt untersucht den europäischen Theatertanz zwischen 1650 und 1760 – vom Dienstantritt Pierre Beauchamps als Tanzlehrer Ludwigs XIV. bis zum Erscheinen der großen Reformschrift Jean Georges Noverres – in einem multiperspektivischen Ansatz.

In den Bühnenwerken der Zeit werden auf vielerlei Weise gesellschaftliche Aushandlungsprozesse thematisiert und ästhetisiert. Der Ritualgehalt dieser Darstellungen im Sinne einer vorgeschriebenen, symbolischen und formalisierten Handlung mit transformativer Kraft und Wirkung steht als erkenntnisleitende Fragestellung im Zentrum des Projekts.
Mit Hilfe von Fallstudien zu Balletten aus Paris, London, Mailand und Stuttgart wird der Konstruktion von Ritualen und Volkskultur im Theatertanz nachgespürt, um das Übereinander, Voneinander, Miteinander und Gegeneinander im Theatertanz und im über ihn vorhandenen Schrifttum zu ergründen.

Buchpublikationen zum Projekt:

  • Hanna Walsdorf (Hg.), Ritual Design for the Ballet Stage: Revisiting the Turkish Ceremony in Le bourgeois gentilhomme (1670). Cadences 1 (Berlin: Frank & Timme, 2019).
  • Hanna Walsdorf, Marie-Thérèse Mourey, Tilden Russell (Hg.), Tauberts „Rechtschaffe­ner Tantzmeister“ (Leipzig 1717): Kontexte, Lektüren, Praktiken. Cadences 2 (Berlin: Frank & Timme, 2019).
  • Hanna Walsdorf, Jelena Rothermel (Hg.), Tanz Musik Transfer. Prospektiven 1 (Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2018)
  • Petra Dotlačilová, Hanna Walsdorf (Hg.), Dance Body Costume. Prospektiven 2 (Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2019).
  • Hanna Walsdorf, Kathrin Stocker (Hg.), Ritual Tanz Bühne. Prospektiven 3 (Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2019).

Internetseite

Das Theater der Wiederholung. Zum Verhältnis von Theater und Geschichte im Theaterhistorismus und in der gegenwärtigen Praxis des künstlerischen Re-enactments

gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Micha Braun, Andrea Hensel, Tamar Pollak, Helena Wölfl

Inhalt:
Das Forschungsprojekt untersucht den Theaterhistorismus des 19. Jahrhunderts und die zeitgenössische Praxis des künstlerischen Re-enactments zum ersten Mal im verbindenden Rahmen einer Theorie der Wiederholung. Es wirft ein neues Licht auf das Verhältnis von Theater und Geschichte, indem es deren doppelte Verflechtung in der Moderne seit 1800 analysiert: in der Gestalt des Historismus des 19. Jahrhunderts und in der Metapher des Schauspiels der Geschichte, als das zur gleichen Zeit herausragende Denker Geschichte begreifen. Im Anschluss an diese entwirft das Projekt mit Deleuze das Konzept von Geschichte als Theater der Wiederholung und erprobt und entfaltet es an den beiden exemplarischen theatralen Formen der Auseinandersetzung mit Geschichte: dem Theaterhistorismus und den Re-enactments. An den Schauplätzen Berlin, Paris und Meiningen des 19. Jahrhunderts will das Projekt unterschiedliche Formen der theatralen Konstruktion von Gemeinschaft herausarbeiten. An zeitgenössischen künstlerischen Re-enactments will es die unterschiedlichen Weisen des gemeinschaftlichen Wiederholens historischer Ereignisse aus der Diktatur- und Befreiungsgeschichte (Ost)Europas analysieren.

Publikationen zum Projekt:
wird ergänzt

Internetseite:
wird ergänzt

Bildmaterial:
wird ergänzt

Körperpolitik in der DDR: Tanz-Institutionen zwischen Eliteförderung, Volkskunst und Massenkultur

gefördert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Leitung: Prof. Dr. Patrick Primavesi

Inhalt:
Vorbereitung und Beantragung eines Forschungsprojekts zur Erforschung der Prozesse, durch die einige Institutionen die Entwicklung des Tanzes und seiner gesellschaftlichen Bedeutung in der DDR maßgeblich geprägt haben. Im Fokus des Projekts stehen das Zentralhaus für Kultur in Leipzig, das Tanzarchiv Leipzig, Tanzensembles und Festspiele sowie Ausbildungsstätten in Berlin, Dresden und Leipzig. Untersucht wird die Entfaltung einer spezifischen Körperpolitik auf dem Spannungsfeld von Kaderförderung/Elitenbildung und Massenkultur.

Die Praxis der/des Echo. Vom Widerhall in den Künsten, dem Theater und der Geschichte

gefördert von: Volkswagenstiftung, Vereinigung der Förderer und Freunde der Universität Leipzig

Leitung: Jun.-Prof. Dr. Veronika Darian, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Dr. Micha Braun, Dr. Jeanne Bindernagel

Inhalt:
Das Projekt initiiert das Echo zwischen Künsten und Wissenschaft in dezidiert dialogischen Beitragsformaten, in denen die jeweils besonderen Wissensformen und Forschungsmethoden verschiedener geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen mit den Strategien und Handlungsweisen der Performance arts und der Bildenden Künste ins Gespräch kommen. Im Februar 2013 fand das gleichnamige international besetzte künstlerisch-wissenschaftliche Symposium statt, zu dem auch zwei Workshops gehörten, in denen wissenschaftliche Theoriebildung und Forschung in angewandten Formaten erprobt wurden. Mit einer Ausstellung, einer Performance und einer Installation stellten künstlerische Beiträge einen maßgeblichen Teil der Veranstaltung. Die open-access-Publikation der Projektergebnisse stellte einen integralen und über die unmittelbare Wirkung des individuellen wie gemeinschaftlichen Austausches vor Ort hinaus gehenden Bestandteil des Projekts dar. Neben ausgewählten Beiträgen wurden hierbei auch Arbeits- und Diskussionsergebnisse, eigene künstlerisch-wissenschaftliche Produktionen sowie die Besonderheiten der Formate des Austauschs und der Reflexion als Teile der Projektdokumentation veröffentlicht. Das Anliegen der Nachwuchsförderung und der Vermittlung der Forschungsergebnisse in der Lehre erfüllte das Projekt mit einem studentischen Kolloquium im Sommersemester 2013. Dieses gab Studierenden die Möglichkeit, fachlich relevante Fragestellungen zu diskutieren und sich darüber hinaus in ersten eigenen Vortragsformaten zu erproben und eigene Forschungsarbeiten außerhalb eines Seminarkontextes vorzustellen.

Publikationen zum Projekt:
Die Praxis der/des Echo. Zum Theater des Widerhalls, Herausgegeben von Veronika Darian, Micha Braun, Jeanne Bindernagel und Miroslaw Kocur [Interdisciplinary Studies in Performance, Bd. 2]. Frankfurt am Main: Peter Lang, 2015

Internetseite:
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Bildmaterial:
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Körperpolitik: Disziplinierung und Inszenierung im Kontext von Gymnastik, Ausdruckstanz und Massenchoreographie

gefördert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Leitung: Prof. Dr. Patrick Primavesi

Inhalt:
Forschungsprojekt zur Praxis der Disziplinierung und Inszenierung des Körpers, die sich in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entfaltet hat – von der Propagierung und Institutionalisierung von Gymnastik, Rhythmik und Hygiene über die Herausbildung von „Ausdruckstanz“ bzw. „expressionistischem Tanz“ bis hin zu den Massenchoreographien im Dienst der Repräsentation ideologischer Programme.

Geschichte aufführen

gefördert von: Ostpreußisches Landesmuseum, Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Rainer Bickelmann Stiftung, Goethe-Institut

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen:  Dr. Micha Braun, Andrea Hensel, Tamar Pollak

Inhalt:
wird ergänzt

Das Freie Theater im postsozialistischen Europa

gefördert von Balzan Stiftung/ Vertrag mit dem Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts e.V.

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg, wissenschaftliche Mitarbeiterin: Andrea Hensel

Inhalt:
wird ergänzt

Publikation zum Projekt:
wird ergänzt

Der andere Ihering

gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg, wissenschaftliche Mitarbeiter/innen: Sebastian Göschel, Dr. Corinna Kirschstein, Dr. Fee-Isabelle Lingnau

Inhalt:
Hat sich die Forschung zu Herbert Ihering bislang auf seine Tätigkeit als Theaterkritiker in der Weimarer Republik konzentriert, untersucht das Forschungsprojekt „Der andere Ihering“ die vielfältigen kulturpolitischen Aktivitäten eines kritischen Intellektuellen, der in fünf deutschen Staats-Systemen seinen kulturellen Interessen in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Medien und auf verschiedenen Tätigkeitsfeldern nachgegangen ist. Die Personalbibliographie und die Edition unveröffentlichter Texte von Herbert Ihering, bieten ausgezeichnete Voraussetzungen für eine intellektuelle Biographie, die gleichsam die logische Folge der vorhergehenden Arbeitsschritte und den krönenden Abschluss des Forschungsprojekts bildet. Ziel ist die Erstellung des Profils eines kritischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, seiner kulturellen Vermittlungsarbeit und seiner kulturellen Praktiken in allen seinen Widersprüchen. Auf diese Weise soll das Projekt an der exemplarischen Figur Herbert Iherings einen Beitrag liefern zur praktischen Wissenskultur des 20. Jahrhunderts.

Publikationen zum Projekt:

  • Sebastian Göschel, Corinna Kirschstein, Fee Isabelle Lingnau: Überleben in Umbruchzeiten. Biographische Essays zu Herbert Ihering. Horlemann Verlag, Edition Voss 2011
     
  • Corinna Kirschstein/Sebastian Göschel/Fee Isabelle Lingnau (Hg.): Herbert Ihering. Umschlagplätze der Kritik. Texte zu Kultur, Politik und Theater. Berlin: Vorwerk 8 2010

Körpertechniken der Arbeit. Wissenskulturen und Lebensformen

gefördert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Leitung: Prof. Dr. Inge Baxmann

Inhalt:
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Publikationen zum Projekt:
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Globalizing Areas. Kulturelle Flexionen von Raum und Zeit als Herausforderung der Geistes- und Regionalwissenschaften

gefördert vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK)

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg

Inhalt:
wird ergänzt

Publikationen zum Projekt:
wird ergänzt

East Art Mapping: Ost-West-Perspektiven auf die Künste ‚After the Wall’ Dramaturgien von Gegenwartskulturen im Ost-West-Transfer

gefördert von Kulturstiftung des Bundes

Leitung: Jun.-Prof. Dr. Veronika Darian, Prof. Dr. Günther Heeg in Kooperation mit dem Projekt East Art Map der Gruppe IRWIN und den universitären Kooperationspartnern Prof. Dr. Ekaterina Degot (St. Petersburg), Prof. Dr. Grzegorz Dziamski (Poznan), Prof. Dr. Werner Fenz (Graz), Prof. Dr. Marina Grzinic (Wien), Prof. Dr. Misko Su-vakovic (Belgrad)

Inhalt:
Im Jahr 2001 begann die Gruppe IRWIN, die Abteilung für Bildende Kunst des Künstlerkollektivs Neue Slowenische Kunst (NSK), ihr Projekt East Art Map (EAM). Als Kunstprojekt und theoretisches Konzept in einem beschäftigt sich EAM mit der (Re)Konstruktion einer Kunstgeschichte für die Länder Südosteuropas in einer der westlichen Kunstgeschichte vergleichbaren Form. Im kritischen Rekurs auf den Terminus einer (Kunst-)Geschichte des Westens stellen IRWIN dabei nicht nur die Frage nach Unterschieden und Ähnlichkeiten von künstlerischen Phänomenen in West und Ost, sondern auch nach den Bedingungen der Möglichkeit einer (Kunst-)Geschichtsschreibung überhaupt. Der Prozess der praktischen Recherche und theoretischen Reflexion wird durch universitäre Kooperationspartner begleitet und vorangetrieben. Erste Forschungsergebnisse wurden auf dem wissenschaftlich-künstlerischen Symposium „Mind the Map – History is not given!“ vorgestellt, das unter der Kodirektion des Instituts für Theaterwissenschaft vom 13.-16. Oktober 2005 in der Schaubühne Lindenfels, Leipzig, stattfand. Sept./Okt. 2006. Buchpräsentation an der Universität Leipzig und auf der Frankfurter Buchmesse: Marina Grizinic, Günther Heeg, Veronika Darian (Hg.): Mind the Map! History is not Given. A Critical Anthology based on the Symposium, Frankfurt/M.: Revolver 2006 Sept. 2006: Workshop mit Prof. Dr. Misko Suvakovic, Belgrad, und Vlatko Ilic, TKH Belgrad, zum Thema “Transcultural Identities and Aesthetic Strategies” im Rahmen der Summerschool 2006 des Graduiertenkollegs “Bruchzonen der Globalisierung”

Publikationen zum Projekt:
Mind the Map! –History Is Not Given. A Critical Anthology based on the Symposium, hrsg. Veronika Darian, Marina Gržinić und Günther Heeg, Frankfurt a.M.: revolver Verlag

Internetseite:
wird ergänzt

Bildmaterial:
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Internationale Fachkonferenz: Theatrographie. Heiner Müllers Theater der Schrift

gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Leitung: Prof. Dr. Günther Heeg

Inhalt:
Die Prämisse der viertätigen Veranstaltung am Schauspiel Leipzig ist: Keine Gedächtnisfeier zum 75. Geburtstag Heiner Müllers. Müller ist tot, von der Gegenwart überrollt. Sein Werk in Metern vermessen, verehrt, verrissen und vergessen. Was bleibt: „Texte, die auf Geschichte warten".
Müllers Texte sind selbst schon Theater, sein Schreiben „Theatrographie". Wie ein Theaterregisseur ordnet er Textpassagen, intertextuelle Bezüge, intermediale Verweise und Kommentare in szenisch-graphischen Konstellationen an, die er immer wieder ändert und neu montiert. Im Theater/Spiel dieses Schreibens, das erstarrte Weltbilder, Denkstrukturen und Verhaltensmuster aufbricht, zeigt sich die aktuelle politische Wirkung Heiner Müllers. Für Kunst, Wissenschaft und Publikum stellt es deshalb nach wie vor eine politische Herausforderung dar.
Die Konferenz spricht Wissenschaft, Kunst und Theaterpublikum gleichermaßen an. Sie verbindet interdisziplinäre Vorträge aus der Müller-Forschung aus aller Welt mit Theater, Performance, Konzert, Video, Ausstellung, Lesung und Diskussion.

Publikationen zum Projekt:
Theatrographie. Heiner Müllers Theater der Schrift. Herausgegeben von Günther Heeg und Theo Girshausen. Verlag Vorwerk 8 2009

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