In den Leipziger Ostasien-Studien und den Leipziger Singlogischen Studien sind sinologische Forschungs-und Qualifizierungsarbeiten publiziert. Bei "weitere aktuelle Publikationen" verweisen wir auf aktuelle Monografien, Artikel oder Workingpaper des Teams der Leipzger Sinologie. Viel Spaß beim Stöbern!

Gelehrte schreiben einen Text, Foto: Merle Schatz
Gelehrte schreiben einen Text, Foto: Merle Schatz

Schriften

Die Welt des Herrn Missmut. Xuan Ding (1832–1879) und sein Yeyu qiudeng lu

Autor: Yang, Sheng

Xuan Dings 宣鼎 (1832–1879) Yeyu qiudeng lu 夜 雨 秋 燈 錄 (Aufzeichnungen unter der herbstlichen Lampe in Regennächten) ist eine der letzten großen Sammlungen der traditionellen schriftsprachlichen Erzählliteratur Chinas. Das Werk orientiert sich an berühmten Vorbildern der sogenannten „Aufzeichnungen von Anomalien“ (zhiguai 志怪 ) wie dem Liaozhai zhiyi 聊齋志異 des Pu Songling 蒲松齡 (1640 –1715) und dem Yuewei caotang biji 閱微草堂筆記 des Ji Yun 紀昀 (1724 –1805).
Die 230 Geschichten Xuan Dings erschienen in einer Zeit großer soziokultureller Umbrüche, in der sich bereits die Konturen eines neuen China und einer neuen chinesischen Literatur abzuzeichnen begannen. Dies mag die relative Vernachlässigung dieses Werkes durch die Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts erklären. Der vorliegende Band bietet nun die erste umfassende Erschließung, Bewertung sowie kultur- und sozialgeschichtliche Einordnung des Yeyu qiudeng lu in einer westlichen Sprache. 

Leipziger Universitätsverlag, 2018
Band 2, Leipziger Sinologische Studien 
244 Seiten
28 Euro
ISBN 978-3-96023-070-0
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Das Altertum vergegenwärtigen. Eine Studie zum Shuijing zhu des Li Daoyuan

Autor: Jörg Henning Hüsemann

Flüsse waren seit jeher ein prägender Faktor für die Geschichte und Kultur des chinesischen Kaiserreiches und standen wiederholt im Mittelpunkt literarischer Werke, sei es in Gedichten, Reiseliteratur, Geschichtswerken, technischen oder geographischen Texten. So auch im Shuijing zhu 水經注 des Li Daoyuan 酈道元 (? – 527), eines geographischen Werkes des frühen chinesischen Mittelalters. Wie in dieser Studie gezeigt wird, ist das Shuijing zhu jedoch mehr als nur das geographische Werk; es ist ebenso eine wichtige und häufig vernachlässigte Quelle für ein besseres Verständnis der Geschichte, Kultur und Literatur des frühen China.

Leipziger Universitätsverlag, 2017
Band 1, Leipziger Sinologischen Studien
371 Seiten
33 Euro
ISBN 978-3-96023-101-1
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100 Jahre Ostasiatisches Institut der Universität Leipzig, 1914-2014

Steffi Richter, Philip Clart, Martin Roth (Hg.)

Ostasienwissenschaft und ihre Bedeutung einst, heute und künftig. Anlässlich des einhundertjährigen Jubiläums des Ostasiatischen Instituts in Leipzig blicken die Autorinnen und Autoren dieses Bandes auf die Anfänge regionalwissenschaftlicher Auseinandersetzung mit ihrem Gegenstand zurück und benennen Herausforderungen, vor denen sie angesichts weltweiter Veränderungen stehen.
Neben Leipziger Schwerpunkten wie Religion, Philologie, Kultur und Medien werden weitere wichtige Forschungsfelder in der Populärkultur, der Anthropologie und der globalen Wirtschaft aufgezeigt.

Leipziger Universitätsverlag, 2016
213 Seiten
22 Euro
ISBN 978-3-96023-043-4
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Zur moralmethaphysischen Grundlegung einer konfuzianischen Moderne Philolosophisierung der Tradition und Konfuzianisierung der Aufklärung bei Mou Zongsan 

Autor: Olf Lehmann

Mou Zongsan (1909-19959, der von einem seiner Schüler als 'der Philosoph unter den Konfuzianern' wie auch als 'der Konfuzianer unter den Philosophen' gewürdigt wurde, formulierte eher beiläufig eine Einsicht, die sein gesamtes Werk kennzeichnet: Diese Zeit sei nicht mehr die der Mönche, sondern die der Laien; man müsse die Tür öffnen.

Das chinesische 'Jahrhundert der Revolutionen' etablierte die Moderne als philosophisches Thema auch des kulturkonservativen Denkens. Zeitgenössischer Konfuzianismus zielt freilich nicht auf die Beschreibung veränderter historischer Bedingungen. In den Texten Mou Zongsans begegnet neben der 'guten', einer konfuzianisch disziplinierten Moderne als der Gegenwart der Tradition und neben der bloßen Selbst- als Traditionsvergessenheit eine dritte Dimension von Modernität: Das Projekt der Begründung dessen, was der Tradition selbstverständlich war, reagiert auf eine völlig neue Diskurssituation. Damit verbinden sich die stille Umwertung und eine weit folgenreichere Anerkennung jener Situation als mit dem vagen Bekenntnis der 'modernen Konfuzianer' zu Wissenschaft und Demokratie.
Der vorliegende Band will dies zeigen, darüber hinaus in zentrale Motive und Probleme der Mouschen Philosophie einführen, welche im Rahmen eines enormen Übersetzungs- und Kritikprogramms die - aus konfuzianischer Sicht - vernünftigen Gehalte der abendländischen Aufklärung mit dem normativen Bestand der eigenen Tradition metaphysisch zu vermitteln versucht. 

Leipziger Universitätsverlag, 2003
469 Seiten
45 Euro
ISBN 978-3-935693-62-2
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China-Literatur in der Universitätsbibliothek Leipzig, 1500-1939: eine systematische Bibliographie =​ Laibixi da xue tu shu guan zhongguo wen xian mu lu, 1500-1939

Autor: Thomas Jahnsen
Leipziger Universitatsverlag, 2003
ISBN 3935693680
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Die chinesische Kampfkunst – Spiegel und Element der traditionellen chinesischen Kultur

Autor: Kai Filipiak

Die chinesische Kampfkunst – wushu – ist eines der Phänomene traditioneller chinesischer Kultur, das nahezu weltweit rezipiert wurde. Ursache dieser gesellschaftsübergreifenden breiten Wahrnehmung ist die kulturspezifische Komplexität dieser Kampfkunst, die sich in den multifunktionalen Möglichkeiten ihrer Anwendung niederschlägt. Trotz großer Popularität in China und im Ausland spielt die chinesische Kampfkunst in der sinologischen Forschung bislang kaum eine Rolle. Dabei trägt gerade die Kampfkunst mit ihren vielfältigen Wechselbeziehungen zu einem tieferen Verständnis der traditionellen chinesischen Kultur bei.
In der vorliegenden Arbeit wird das Phänomen chinesischer Kampfkunst erstmals in seiner Komplexität dargestellt, deren historische Ursachen und innerkulurelle Zusammenhänge den Schwerpunkt der Untersuchung bilden. Neben Exkursen zu wichtigen Schulen der chinesischen Kampfkunst (Shaolin, Tajiquan), Betrachtungen zur Praxis von Kampfkunst im Militär und einem Überblick über die Entwicklung traditioneller Waffen bieten der traditionellen chinesischen Philosophie und Medizin, dem Leser zahlreiche Perspektiven auf ein kulturhistorisches Phänomen, dessen identitätsstiftende Wirkung bis in unsere Gegenwart reicht.

Leipziger Universitätsverlag, 2001
395 Seiten
ISBN 978-3-935693-23-3
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Der Konfuzianismus im modernen China

Autor: Lee Ming-huei

Leipziger Universitätsverlag, 2001
116 Seiten
26 Euro
ISBN 978-3-935693-36-3

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Wang Bi's Weg hinter die Kultur. Zum Abstraktionsgewinn im Vorfeld des Songkonfuzianismus

Autorin: Anne Philipp
Leipziger Universitätsverlag, 2001
120 Seiten
25,50 Euro
ISBN 978-3-934565-93-7
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Der Konfuzianismus

Ralf Moritz, Lee Ming-huei (Hg.)
Leipziger Universitätsverlag, 1998
278 Seiten
30 Euro
ISBN 978-3-933240-03-3
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